Degenfechten

  Schnelligkeit und Präzision

Im sportlichen Wettkampf wird heute mit drei Waffen gefochten, Florett, Säbel und Degen. Jede Waffe hat ihre Besonderheiten. Der Degen ist wie das Florett eine Stoßfechtwaffe, das heißt es wird nur mit der Spitze getroffen, Hiebe sind nicht zulässig. Sportliche Wettkämpfe mit dem Degen werden durch das Reglement der FIE, das internationale Gültigkeit besitzt, geregelt. Seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird zum Jurieren bei Degen-Wettkämpfen eine elektrische Trefferanzeige benutzt. Die Fechtwaffen sind über ein Kabel mit einer Meldeanlage verbunden. Wenn die elektrische Spitze der Waffe mit einer Kraft von mindestens 750 g gedrückt wird, schließt sich ein Stromkreis und eine Lampe an der Anzeige leuchtet auf.

Sportfechten mit dem Degen

Degen - Fechten mit elektrischer Trefferanzeige

 

Das Reglement

Laut Reglement ist beim Degenfechten der ganze Körper Trefffläche, einschließlich Handschuhe, Schuhe und Maske. Wenn sich beide Fechter gleichzeitig treffen, bekommen beide einen Punkt. Im Vergleich zum Florett- oder Säbelfechten ermöglicht das Fechten mit dem Degen den Sportlern die größten Freiheiten an Technik und Taktik. Es ist zum Beispiel erlaubt, ohne vorherige Parade Gegenangriffe durchzuführen, ein Umstand der oft zu Doppeltreffern führt. Viele Fechter verleitet das zu einem einfachen "Mitstoß", das heißt jedesmal wenn der Gegner angreift stoßen sie einfach mit, um durch einen Doppeltreffer ein für sie selbst noch einigermaßen günstiges Ergebnis zu erzielen.  Es gibt Aktionen, die beim sportlichen Fechten mit dem Degen verboten sind, zum Beispiel die linke Hand zum Parieren einzusetzen.

Ausrüstung

Zum Sportfechten benötigt man einen besonderen Fechtanzug. Die  Einzelheiten werden auch durch das Reglement der FIE vorgeschrieben. Der Anzug, bestehend aus Jacke und Hose, muß überall eine Festigkeit von 800 Newton aufweisen. Der Oberkörper muß  zusätzlich durch eine Unterziehjacke, die ebenfalls eine Festigkeit von 800 Newton hat, geschützt werden. Fechtanzüge sind üblicherweise heutzutage aus Kevlar-Material, wie es auch für schußsichere Westen oder für Schutzeinlagen in Fahrradreifen benutzt wird. Die Fechtmaske muß überall eine Festigkeit von 1600 Newton aufweisen. Um elektrisch fechten zu können braucht der Sportler elektrisch ausgerüstete Waffen, sowie ein Kabel, mit dem er sich an die Meldeanlage anschließen kann.

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