Fechttraining
Training
Fechten trainieren kann man entweder in einem Fechtverein oder in einer Fechtschule. Gutes Fechttraining erhält man üblicherweise in Vereinen oder Fechtschulen, die von ausgebildeten Fechtlehrern und Trainern geleitet werden. Die Ausbildung der Fechtlehrer und Fechtmeister unterliegt in Deutschland der ADFD, von Trainern dem DFB.
Trainingsablauf. Ein ausgewogener, durchdachter Trainingsablauf ist für raschen Erfolg überaus wichtig. Der Ablauf des Fechttrainings sollte in etwa folgendermaßen aussehen:
Beispielhafter Trainingsablauf:
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Aufwärmphase mit Laufen und Lockerungsübungen
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Spielphase. Beliebt ist hier Fußball und Hockey, weil beides Fähigkeiten fördert, die auch für das Fechten sehr wichtig sind, zum Beispiel Schnelligkeit, Ausdauer, Geschicklichkeit, Kampfgeist usw.
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Beinarbeit. In dieser Phase werden meist ohne Waffe die grundlegenden Beinbewegungen für das Fechten trainiert. Da diese relativ komplex sind wird auf Beinarbeit in allen guten Fechtschulen viel Wert gelegt. Oft wird die Beinarbeit ergänzt durch fechterische Gymnastik, Geschicklichkeits- und Koordinationsübungen.
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Partnerübungen. In Partnerübungen werden technische Sequenzen trainiert, in Verbindung mit taktischen Übungen.
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Freigefechte und Lektionen. In dieser Phase des Trainings wird unter Aufsicht frei gefochten, also das, was in anderen Kampfkünsten als "Sparring" bekannt ist. Die Fechtschüler können das ausprobieren, was sie bisher gelernt haben. Oft gibt während dieser Phase der Fechtmeister oder ein Vorfechter Einzellektionen.
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Als Ausklang des Trainings können Abwärmen und Dehnübungen angeschlossen werden. Nach neueren sportmedizinischen Erkenntnissen ist ein Dehnen der Muskulatur bei einer auf Spannkraft ausgerichteten Sportart wie Fechten erst als Abschluß des Trainings sinnvoll.
Dieser beispielhafte Trainingsablauf wird natürlich nicht überall so eingehalten, sondern je nach Umständen abgewandelt. Oft bleibt zum Beispiel für Spielen keine Zeit oder aber die Ausrichtung des Unterrichts hat Schwerpunkte, welche das eine oder andere mehr betonen. Ein Fechttraining für Sportfechter im Leistungsbereich sieht anders aus als ein Training für kleine Kinder oder ein Training für historische Fechter.
Fechttraining einst und heute

(Der fechtende Student, Kupferstich von Johann Georg Puschner (Dendrono), Nürnberg 1725)
Die Abbildung zeigt einen Fechtsaal des 18. Jahrhunderts. Ein Fechtmeister gibt einem Studenten Lektionen Dieser Anblick hat sich bis heute nicht viel verändert. Auch die gezeigte Aktion "Sixt-Gleitstoß mit Ausfall" wird heute nach wie vor gelehrt. Die Übungswaffen sind vom Prinzip her genauso aufgebaut wie die heutigen, nur daß ihre Klingen nicht ganz so flexibel waren. Bei den hier gezeigten Übungswaffen handelt es sich von der Form her um sogenannte Stoßrapiere mit flachem, runden Stichblatt und einer angedeuteten Parierstange, wie sie zu der damaligen Zeit als studentische Fechtwaffe an verschiedenen deutschen Universitäten verbreitet waren.
Ein heutiger Fechtmeister gibt einem Schüler Lektionen im Degenfechten. Als Unterschied fällt auf, daß heute sowohl Meister als auch Schüler obligatorisch beim Training Fechtmasken tragen. Das war nicht immer so. Im 18. Jahrhundert gab es zwar schon Fechtmasken, die das Gesicht schützten, aber sie wurden nur von Anfängern getragen. Man erwartete, daß der fortgeschrittene Fechtschüler seine Waffe so weit kontrollieren konnte, daß er nicht das Gesicht seines Partners verletzte. Es gab eine Übereinkunft, daß während des Trainings und während Übungsgefechten nicht zum Gesicht gestoßen wurde, sondern nur zum Rumpf. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist die heutige Konvention im sportlichen Florettfechten, daß nur der Rumpf gültige Trefferfläche ist.
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