Säbelfechten -Sport

 

Mit Hieb und Stich

Beim sportlichen Fechten mit dem Säbel darf man mit Hieb und Stich arbeiten. Der Sportsäbel ist also keine reine Hiebwaffe. Anders als ein Vorläufer, der Militärsäbel, hat die heute beim sportlichen Fechten verwendete Waffe keine gekrümmte Klinge. Die Klinge ist sehr schmal und gerade und  an der Spitze stumpf. Der Sportsäbel wiegt nur ca. 300 g. Einzig das Gefäß, das aus einer Glocke mit Handschutz besteht und das Fechten mit Hieben erinnert noch daran, daß es sich hier um Säbelfechten handelt. Da die Waffe so leicht ist, ficht sie sich natürlich auch ganz anders als ein Militärsäbel oder schwerer Säbel.

 

Elektrisch Fechten

Im Fechtsport mit dem Säbel wird heute auch elektrisch gefochten. Die Elektrifizierung des Säbelfechtens war nicht ganz einfach, da nicht nur ein Stoß sondern auch ziehende und schneidende Bewegungen die Anzeige auslösen müssen. Für das elektrische Säbelfechten tragen die Fechter zusätzlich zum Fechtanzug eine Jacke und eine Maske aus leitfähigem Material. Beim Säbelfechten ist der ganze Oberkörper von der Taille an aufwärts gültige Trefffläche, inklusive der Arme, der Handschuhe und der Maske. Die genauen Vorschriften für das Säbelfechten regelt die FIE.

Jugendliche fechten mit dem Säbel

Treffervorrecht

Beim Säbelfechten gilt genauso wie beim Florettfechten das Treffervorrecht. Das heißt, ein Fechter muß das Recht zum Angriff haben, damit der von ihm erzielte Treffer als gültig anerkannt wird. Auch beim elektrischen Säbelfechten kommt es sehr häufig zu Doppeltreffen und unklaren Situationen, bei denen sich nicht mit Sicherheit sagen läßt, welcher Fechter "im Recht" war. Viele Aktionen der Säbelfechter wären mit scharfen Waffen nicht sinnvoll durchführbar. Man kann sicher behaupten, daß Säbelfechten wie es unter FIE-Reglement betrieben wird ist eine sehr versportlichte Kampfkunst, wo nur noch wenig an die Ursprünge aus dem ernsten Kampf erinnert. Ohne Zweifel jedoch macht es Spaß und ist eine athletische Herausforderung.

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